Ohne Dalmatiner - ohne mich

Hunde sind einfach eine tolle Bereicherung in unserem Leben. Man sieht die Welt mit ganz anderen Augen ist verbundener zu Natur und Umwelt und meistens dreht sich die Erde eigentlich nur um eines: den Vierbeiner. Doch zu Anfang steht immer die Frage nach dem: Welche Rasse passt eigentlich am Besten zu uns/mir?

Da werden die unterschiedlichsten Wege gegangen. Die einen gehen ins Tierheim, die anderen lesen erst einmal ein Buch, in dem verschiedene Hunderassen vorgestellt werden. Wiederum andere Träumen schon ihr ganzes Leben lang von genau DIESER Hunderasse oder JENEM Hund aus dem Tierschutz. Die Wege auf den Vierbeiner zu kommen sind verschieden.

 

Ich möchte in diesem Artikel ein bisschen näher bringen, wie wir auf den Dalmatiner gekommen sind und wie ich persönlich die Rasse einschätze. Das alles basiert natürlich auf den Erfahrungen, die ich bisher gemacht habe. 

Es war einmal im Jahr 2002: Eine junge Familie wollte sich durch ein Haustier komplettieren. Die kleine Tochter gerade 6 Jahre alt und eingeschult. Sie schwärmte vom  Film 101 Dalmatiner, wie so ziemlich jedes Kind in diesen Jahren. Dennoch war die Auswahl möglicher Hunderassen natürlich viel größer. Ein Rhodesian Ridgeback oder ein Weimeraner hätten ebenfalls gute Chancen gehabt, bei der Familie einzuziehen. Zu Besuch bei einer Dalmatinerzüchterin, die gerade Welpen hatte und ein quengelndes Kind später, dass es ausgerechnet auf den Welpen abgesehen hatten, der noch keine Familie gefunden hatte, zog kurz vor Weihnachten 2002 der erste Dalmatiner in der Familie ein.

 

 

Jetzt - 16 Jahre später - ist unsere Familie rapide gewachsen. Aus dem kleinen Mädchen von früher, ist eine eigenständige Dalmatinerhalterin geworden. Ebenso wohnen nun auch bei den Eltern wieder zwei Dalmatiner. 

 

Warum sind wir als Familie den Dalmatinern eigentlich so treu geblieben?

Der Dalmatiner ist der perfekte Familienhund, aber genauso auch handhabbar für eine einzelne Person. Die Dalmatiner haben uns bestochen, sehen sie doch alle unterschiedlich aus und für einen Ausstehenden trotzdem schwer nachvollziehbar, wie man sie doch eigentlich auseinanderhält. 

Dalmatiner lieben Bewegung und Spiel. Sie wollen gefordert werden. Aber Achtung, nicht den ganzen Tag. Neben viel Bewegung und Spiel, gehören auch Erholung und Schlaf zu den Dingen, die Dalmatiner brauchen. Sie sind ein toller Begleiter für Jogger, Radfahrer, Reiter oder Spaziergänger. Auch Hundesport wie Agility, Canicross oder Rettungshundesport ist eine super Abwechslung für die Vierbeiner. Pausen sollten dabei jedoch nie zu kurz kommen. 

 

Gehorsam und Erziehung ist bei den Dalmatinern ebenfalls kein großes Thema. Natürlich braucht es einer gewissen Durchsetzungskraft und das ist bei einem Welpen auch mit ein bisschen mehr Ausdauer verbunden, als bei einem erwachsenem Hund, aber ich möchte behaupten, dass ist bei anderen Rassen ähnlich. Kein Hund hört von Tag 1 an perfekt - wir Menschen müssen das Laufen, Lesen und Schreiben ja auch erst lernen.

 

Die Rasse des Dalmatiner ist eine anerkannte Rasse im FCI (Fédération Cynologique Internationale) und gehört von den zehn FCI-Gruppen zur Gruppe 6 der Lauf- und Schweißhunde. Der FCI hat einen Rassestandard veröffentlicht, in dem die Verwendung der Dalmatiner wie folgt beschrieben wird: Jagdhund, Gesellschaftshund, Familienhund und für verschiedene Zwecke geeignet. Außerdem schreibt der Standard fest, wie der Dalmatiner aussehen soll. 

Erwünscht ist das eine Dalmatiner-Hündin zwischen 54 - 60 cm und ein Rüde 56 - 62 cm Widerrist (Schulterhöhe aufweist). Man kann bei einem Dalmatiner mit 25 -  35 kg je nach Geschlecht und Körperstatur rechnen. 

 

Ich würde den Dalmatiner als offen, kontaktfreudig, liebevoll, verschmust, temperamentvoll, aktiv, freundlich, sensibel und verspielt beschreiben. 

 

Dalmatiner besitzen keine Unterwolle, weshalb sie auf keinen Fall für die Haltung draußen geeignet sind. Die kleinen, überwiegend weißen Haare werden von Dalmatinerbesitzern liebevoll Dalmatinerglitzer genannt und sind je nach Jahreszeit auch mal vermehrt, vor allem auf schwarzer Kleidung, zu finden. Das schöne an dem Kurzhaar ist jedoch, dass es auch ein schmutziger Dalmatiner nicht jedes mal unter die Dusche gestellt werden muss. Häufig reicht schon das abtrocknen mit einem Handtuch oder das saubermachen mit einem Waschlappen.

 

 

Wusstest du eigentlich schon, dass das Pigment der Dalmatiner erst einige Tage nach der Geburt sichtbar ist?

Ja, du hast richtig gelesen! Dalmatiner kommen schneeweiß zur Welt und sind nicht größer als eine Hand. Innerhalb der ersten zwei Lebenswochen zeichnet sich von Tag zu Tag mehr die Zeichnung jedes einzelnen Hundes ab. Lediglich anhand der Nase oder der Fußballen kann man erkennen, ob der Welpe weiß-schwarz oder weiß-braun ist. Du hast schon wieder richtig gelesen, es gibt auch weiß-braune Dalmatiner. Aus Film und Fernsehen sind in der Regel eher die schwarz-weißen bekannt, aber wer in der Dalmatiner-Szene ein bisschen aktiver unterwegs ist, der sieht nicht selten auch weiß-braune Dalmatiner. 

 

Summa sumarum: Der Dalmatiner ist nichts für faule Couch Potatos, Naturmuffel, Anzugträger die ein Problem mit Dalmatinerglitzer haben oder Menschen, die nicht gerne Auffallen. Denn Fakt ist eines mit einem Dalmatiner wird man immer in der Stadt angeschaut und teilweise sogar angesprochen. Sportlich oder zumindest aktiv sollten die Besitzer eines Dalmatiners sein. Erfahrung finde ich, benötigt es nicht zwingend, sofern bereits das eine oder andere Buch zur Rasse oder zum Thema Erziehung und Gehorsam verschlungen wurde. Der Dalmatiner ist ein toller Begleiter und war es für mich in den vergangen 16 Jahren bereits. Aus diesem Grund wird es wohl schwer sein, dass sich die Rasse in unserer Familie noch einmal ändern wird.

 

 

Einmal Dalmatiner - Immer Dalmatiner!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0